Projekte

  • flagfootball4school

Die Sportart Flag Football ist eine Variante des American Football mit nahezu gleichen Regeln. Der wichtigste Unterschied liegt darin, dass Körperkontakt nicht erlaubt ist. Flag Football hat in den letzten Jahren an Beliebtheit gewonnen und wird vermehrt in österreichischen Schulen gespielt. Neben der aktiven Zeit der Sportausübung, müssen Lehrkräfte auch die Theorie und Regeln der Sportart erklären. Die geht vielfach auf Kosten der aktiven Zeit zur Sportausübung. Daher wurde im Sinne der Idee des Flipped Classroom Prinzips ein Flipped Training „flagfootball4school“ entwickelt. Flagfootball4school ist ein eLearning Tool für SpielerInnen, Lehrkräfte und Interessierte, das die Theorie und Regeln der Sportart anschaulich und userfreundlich mittels Dokumenten und Videos erklärt. Es besteht in zwei Teilen: flagfootball4beginners und flagfootball4talents.

Im Masterstudium „Angewandtes Wissensmanagement“ an der FH Burgenland wurde im Rahmen eines Praxisprojektes unter der Leitung von Mag. Stefan Schmid ein Onlinekurs (eLearning) zur Sportart Flag Football entwickelt. Die grundsätzliche Idee für ein eLearningtool für den Sportunterricht hatte Bernhard Strobl, selbst Lehrer an einer Tiroler Schule, aus der Praxis des Sportunterrichtes, wo vielfach Zeit für eine aktive Sportausübung durch Erklären von Regeln und Taktiken verloren geht. Dieses Problem kann mittels eLearning effektiv gelöst werden, indem die Schüler und Schülerinnen die Möglichkeit haben, sich auch selbstständig mit der Theorie zu beschäftigen, indem sie den eLearningkurs machen. Dieses Prinzip entspricht dem des Flipped Classroom und als solches wurde das eLearningtool als Flipped Training umgesetzt. Als Fördergeber wurde der Verein „Spielflagfootball. Förderverein von Flag Football in Schulen“ gewonnen. Der Kurs steht am Tiroler Bildungsservice zur Verfügung.

Ausgehend von der Hypothese, dass im Sportunterricht wertvolle Zeit der aktiven Sportausübung, also Spielzeit, durch Erklären der Grundlagen und Regeln verloren geht und aktiver Sportunterricht den Schülern und Schülerinnen mehr Spaß macht und deren Beweglichkeit fördert, wurde nach einer Lösung gesucht, die aktive Spielzeit zu verlängern. Um Bedarf und entsprechende Umsetzungswünsche zu erheben, wurden qualitativer Experteninterviews mit Lehrkräften und Spielern und Spielerinnen geführt. Die Ergebnisse führten gemeinsam mit Literaturrecherchen zur Konzeption des eLearningkurses „flagfootball4school“.

Der eLearningkurs soll Lehrkräfte, Coaches und Schüler und Schülerinnen dabei unterstützen, Regeln und Werkzeuge der Sportart kennen zu lernen. Die Inhalte des eLearningkurses können sowohl im Unterricht als auch zu Hause bearbeitet werden. Vor allem durch das Selbststudium wird die effektive Spielzeit im Unterricht verlängert. Zudem sollen die Lernenden ein Nachschlagewerk zur Hand haben, das im und außerhalb des Unterrichts jederzeit zur Verfügung steht. Der eLearningkurs „flagfootball4school“ ist in die Bereiche „flagfootball4beginners“ und „flagfootball4talents“ geteilt. Die Lernenden finden in den jeweiligen Bereichen die für ihren Wissensstand angepassten Informationen, Lernvideos und Spiele.

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  • Fahrradwerkstätte

Im April 2014 starteten wir mit Hilfe von Frau Mag. Martina Abraham vom Klimabündnis Tirol mit unserer Fahrradwerkstätte. Der Start zur Umsetzung eines Wunsches von mir, den Schülern das Reparieren von Fahrrädern beizubringen, war mit der Abhaltung von einigen Fahrradwerkstätte – Stunden im Werkunterricht gemacht.

Als Ziel galt es den Schülern einerseits einen lebensnahen und einen dem jugendlichen Umfeld angepassten Unterricht abzuhalten und andererseits wollte Frau Direktor Eberwein, als Sportlehrerin, die Schüler zum Fahrradfahren als Sportart und als Freizeitbeschäftigung animieren.

Daher luden wir den ÖAMTC ein einen Fahrradparcours an unserer Schule aufzubauen. Die Schüler und Schülerinnen der vierten Klassen konnten ihre Fahrtauglichkeit testen, ihre Stärken und Schwächen wurden aufgezeigt.

Wieso nicht Fahrradfahren im Sportunterricht? Scheitert es daran, dass nicht alle Schüler ein Rad besitzen oder sich zurecht nicht zumuten mit dem Rad zur Schule zu kommen.

Es entstand die Idee eines Fuhrparks an der Schule. Unsere Schule wurde von allen Seiten unterstützt, die Idee fand großen Anklang. Der ÖAMTC lieferte zusammen mit der Sparkasse die Helme und Warnwesten. Wir erhielten bis dato 19 Leihräder, deren Wartung in der nun fix installierten schuleigenen Fahrradwerkstätte vorgenommen wird.

Zu reparierende Fahrräder fanden sich auch und es wurde ein Konzept für den technischen Werkunterricht erstellt, das den Lehrplan der Neuen Mittelschule umsetzt. (Konzept, siehe Anlage)

Die Gewöhnung an die Fahrräder konnten die Schüler und Schülerinnen der zweiten Klassen auf der Hauseigenen Terrasse bereits vornehmen. Im nächsten Schritt übten wir am nahegelegenen Verkehrspark um unseren Schülern die wichtigsten Verkehrsregeln beizubringen und ihnen die Verkehrszeichen zu zeigen.

In der Folge starteten meine Kollegin, Birgit Nagele, und ich Ausflüge bis nach Hall.

Die Fahrradwerkstätte läuft jetzt seit 2014 und wir erhielten auch dafür eine Auszeichnung, den Umweltpreis der Stadt Innsbruck 2014.

Umweltpreis

Bedanken möchte ich mich für die großartige Unterstützung beim Klimabündnis und beim Bauhof Innsbruck.

Lehrplanverknüpfung Technisches Werken und Fahrradwerkstätte